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Dunkler Himmel über Syrien

Vor zwei Jahren habe ich die These des fortschrittsgläubigen Autors Robert Grözinger, das nächtlich-erleuchtete Satellitenbild der Erde sei ein Spiegelbild des Sternenhimmels, noch vehement als häretisch zurückgewiesen.

Heute bin ich anderer Meinung.

Grund dafür ist ein Schiebereglertool, das momentan auf tagesschau.de dargeboten wird, mit dem man das nächtliche Satellitenbild Syriens im Jahr 2011 (rechts) und heute (links) vergleichen kann:

 

Bürgerkrieg, Flucht und Zerstörung haben das Land in Finsternis gehüllt. Syrien ist ein schwarzer Fleck auf der Karte geworden – wie Nordkorea oder die Sahara.

Wenn man die Karte der Herrschaftsbereiche (von hier) drüberlegt, sieht man, welche Gebiete es besonders hart getroffen hat: die der Rebellen (Grün) und der ISIS (Khaki). Die Herrschaftsbereiche der Kurden (Gelb), Baschar al-Assads (Hellrot) und der irakischen Zentralregierung (Pink) sind dagegen vergleichsweise glimpflich davongekommen:

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Was sagen uns nun diese Bilder? – Die Lichter sind ausgegangen. Die Gestirne sind erloschen. Der einst so strahlende Stern “Aleppo”, links oben im Bild, leuchtet nur noch mit drei Prozent seiner früheren Helligkeit. Das einst so markante Sternbild “Euphrat” ist kaum noch zu erkennen. Der Himmel hat sich verborgen. Im Bestreben, ihn auf die Erde zu holen, haben ihn die demokratischen Utopisten der Freien Syrischen Armee und die gottlosen Schlächter der ISIS zugeschüttet.

Das irdischen Dunkel wird zum Sinnbild des geistigen Dunkels. Grözinger hat, ins Negative gewendet, plötzlich erschreckend recht.

Der größere Himmel aber, der wahre Nachthimmel, bleibt von all dem unberührt. – “Im Traum gehören die Sterne uns / Aber in Wahrheit leuchten sie hell weiter”, sang Falco 1988.

In Wahrheit strahlt Gottes Himmel zwischen dem Kreuz des Nordens und dem Kreuz des Südens weiter wie seit Jahrmillionen, und keine ISIS kann ihn je zerstören. Und wenn einmal doch die Zeit kommen wird, da er vergehen soll, wenn die Sterne erlöschen und herniederstürzen, dann wird sich Gottes unsichtbarer, ewiger Himmel, das Paradies Seiner Erlösten, öffnen. Und Gottes Licht wird strahlen – tausendfach, millionenfach heller als alle Satellitenbilder, tausendfach, millionenfach heller als alle nördlichen und südlichen Kreuze. Und der HErr selbst wird den Menschen in Syrien und im Irak und von allen Orten und allen Zeiten die Tränen abwischen, und der HErr wird alles in allem sein.


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